Vereinsgeschichte


Unsere Vereinsgeschicht von 1924 an bis heute...

Wie alles begann...


Am Fuße der Burg Hohenzollerns liegt das malerische Dorf Zimmern. Im Winter des Jahres 1923 machte sich Otto Daiker daran eine Musikkapelle zu gründen, um das Dorfleben zu beleben. In Oskar Fecker, Felix Hölle, Anton Fecker und Eugen Bogenschütz fand er Mitstreiter der gemeinsamen Sache. In den Anfangsjahren spielten die Musiker noch an Streichinstrumenten und hatten zur Verstärkung ein Klavier. Sie probten jeden Abend und so verwunderte es auch nicht, dass sie schon im Frühjahr 1924 ihren ersten Auftritt feiern konnten. Die Seele des noch jungen Ensembles bzw. des entstehenden MVZ war Otto Daiker, der enormste Aufbauhilfe für dieses Projekt leistete und stets bestrebt war neue Mitglieder aus der Bevölkerung dafür zu gewinnen. Den ersten Vereinseintritt konnte mit Pius Bogenschütz, der in seiner späteren Vereins- und Musikerkarriere 30 Jahre lang das Finanzwesen des Vereins unter sich hatte, verbucht werden.

"Ein Piston wird gekauft"


So oder so ähnlich, könnte die Entscheidung der Musiker im Jahre 1925 gelautet haben, als es um die Anschaffung eines Blasinstrumentes ging. Diese Neuanschaffung war unbestritten der erste Schritt auf dem Weg in Richtung einer Blaskapelle. Eugen Bogenschütz übernahm die ehrenvolle Aufgabe als Erster an solch einer Art Instrument zu musizieren. Als Neuling in den Reihen des MVZ konnte 1925 Eugen Fecker begrüßt werden, der zugleich die schwere Aufgabe übernahm Anton Fecker am Klavier zu vertreten.

Auf geht's, in Richtung Blaskapelle!


Otto Daiker, der im Jahre 1971 verstarb, verfolgte weiterhin zielstrebig den Weg in Richtung einer Blaskapelle. Deswegen verwundert es auch nicht, dass sich die Musiker im am 05. Juli 1925 dazu entschlossen neue Instrumente dieser Gattung anzuschaffen. Diese hohe Investition konnte nur mithilfe eines Darlehens durch den örtlichen Raiffeisenverein, sowie eine Bürgerschaft geschultert werden. 20 Tage später gingen die Musiker auf die Reise nach Stuttgart in das dortige Musikhaus Barth und kauften folgende Instrumente ein: ein Bass, ein Tenorhorn, eine Basstrompete, ein Corno in Es und ein Flügelhorn.

Die Blaskapelle ward geboren!


Zimmern sollte dadurch seine erste Blaskapelle bekommen. Diese setzte sich wie folgt zusammen:

  Pius Bogenschütz (Bass)
  Felix Hölle (Tenorhorn I)
  Eugen Fecker (Basstrompete)
  Oskar Fecker (Corno in Es)
  Otto Daiker (Flügelhorn)
  Eugen Bogenschütz (Piston I in B.)

Am 04. Oktober hatten die Musiker an ihren neuen Blasinstrumenten anlässlich des Herbstsportfestes in Wessingen ihren allerersten öffentlichen Auftritt und es sollte nicht bei diesem einzigen bleiben. Doch es gab nicht nur schöne Anlässe in der Geschichte des MVZ, die man bestreiten durfte. Denn man hat auch die ehrenvolle Aufgabe und Verpflichtung Trauerfeiern musikalisch zu umrahmen. Zum ersten Mal geschah dies beim Todesfall des jung verstorbenen Gründungsmitgliedes Anton Fecker. Nicht desto trotz macht das noch junge Bläser-Sextett im Jahre 1926 weiter und beschloss zu expandieren. Dies geschah mit der Neuanschaffung einer Es-Klarinette, die durch Oskar Fecker gespielt wurde. Ebenso durch die Neuwerbung von Johann Hölle, der das Corno in Es übernahm. Die Kapelle bestand nun aus 7 aktiven Musikern.

Stück für Stück


Am 01. August 1927 wurde eine große Trommel bei der Firma Meinel und Herold gekauft. Den dazugehörigen Musiker hatte man in Josef Pflumm durch dessen Eintritt gefunden.
In den folgenden Jahren wuchs die Anzahl der aktiven Musiker an Bord des „MVZ- Dampfers“ Mann für Mann an. Doch leider gingen mit den Neulingen auch die Instrumente aus, was bedeutete, dass neue Instrumente gekauft werden mussten. Dies geschah durch die Musiker selbst. Der Musikverein in Person von Otto Daiker bot ihnen dafür aber unentgeltlichen Unterricht an.
Die Kapelle bestritt nun immer mehr öffentliche Auftritte. Dies ist die Hauptaufgabe des MVZ, seit seiner Gründung. Deswegen mag man sich das Leben in der Gemeinde Bisingen gar nicht mehr ohne den MVZ vorstellen. Er ist und bleibt Kulturträger!

Es geht weiter...


Das Erscheinungsbild des MVZ sollte einheitlicher werden und daher wurde im April 1930 beschlossen, dass man Uniformen anfertigen lassen sollte. Dies geschah auch noch im gleichen Jahr und man bekam dafür einen Zuschuss durch die Gemeinde Zimmern. Doch kam es Rahmen dieser Neuerung zu finanziellen Belastungen der Musiker.

2 Jahre später wurde von allen Musikern beschlossen, dass es nun auch möglich war, dem Verein passiv anzugehören. Dies sollte der Finanzlage des Vereins zugute kommen.

Schwere Zeiten


Während der Generalversammlung 1935 legte Otto Daiker, nach einer geheimen Abstimmung der Musiker, das Dirigentenamt nieder. Johann Hölle wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt, da Eugen Fecker nicht mehr kandidierte. Es war ein Schritt ins Ungewisse und so schloss diese Versammlung in dem Wortlaut: „Wir hofften und wünschten, dass alles noch in friedlichem Sinne gelöst wird!“ (Originalwortlaut aus dem Protokollbuch). Doch durch die politischen Veränderungen in Deutschland kam es leider ganz anders.
Die Proben wurden nur noch schlecht und unregelmäßig besucht, der Verein hatte keine Führung und keine Ziele mehr. Es mussten klare Signale gegen diese Entwicklung gesetzt werden und so setzten sich die aktiven Mitglieder zusammen, um eine Lösung zu finden. Die Lösung fand man in der neuen Vereinsführung (1.Vorsitzender: Eugen Bogenschütz; Schriftführer: Johann Hölle; Kassier: Pius Bogenschütz). Eugen Bogenschütz kam in dieser Lösung eine Doppelrolle zu, denn er war nicht nur 1.Vorsitzender, sondern übernahm auch das Dirigentenamt. Ebenso wurde festgelegt, dass jegliche fehlende Probedisziplin mit Geldstrafen rächen sollte. Außerdem wurden Entschuldigungen nur noch mit ärztlichem Attest akzeptiert.
Nach dreijähriger Abstinenz wurde 1938 wieder eine Generalversammlung einberufen.
Zum ersten Mal in der Historie des MVZ wurden verdiente Mitglieder in den Ehrenstatus erhoben, so wurde Otto Daiker zum Ehrendirigenten. Felix Hölle und Oskar Fecker erhielten die Auszeichnung des Ehrenmitgliedes.



  Dies waren die letzten Eintragungen im Vereinsbuch!

  Von 1938 bis 1947 ruhten, bedingt durch den 2. Weltkrieg, die Geschäfte des Musikvereins Zimmern.






Der Neuanfang


Am 1.Januar des Jahres 1947 wurde erstmals wieder etwas ins Vereinsbuch notiert. Die neueste Nachricht war, dass man mit Josef Sickinger einen neuen Mann in die Musikkapelle aufgenommen hatte.
Wirklich aktiv wurde der MVZ erst wieder am 1. Februar 1947 unter der Leitung des Mitglieds Erhard Bogenschütz.
Leider hatte der Zweite Weltkrieg seine unübersehbaren Spuren hinterlassen. Denn die Mitglieder Heinrich Breimesser, Eugen Bogenschütz, Johann Bogenschütz und Friedrich Fecker kehrten nicht mehr nach Zimmern zurück. So begann die Musikkapelle, stark geschwächt, wieder mühsam zu musizieren. Fleißige Probenarbeit machte es aber kurze Zeit wieder möglich öffentlich aufzutreten.
1948 trat der Musikverein Zimmern am 20. Mai 1948 dem Volksmusikverband bei.
In den Jahren 1948 bis 1953 absolvierte der MVZ diverse öffentliche Auftritte, die alle von der Bevölkerung dankend angenommen wurden und ihre Zustimmung fanden.
Doch nicht nur musikalisch kamen die Musiker immer besser in Fahrt. Denn mit dem Theaterstück „Eine Hütte im Weihnachtswald“ betrat der Verein ganz neues Terrain. Diese Neuheit wurde eingeführt, um die Kassenlage des MVZ zu verbessern.

Feste soll man feiern, wie sie fallen


1954 kam der gute Geist Otto Daiker des Musikvereins Zimmern wieder ins Dorf zurück und übernahm den Job des Dirigenten. Das war aber noch nicht alles!

„1924 – 1954: 30 Jahre Musikverein Zimmern“
Das erste Jubiläumsfest des MVZ. Es sollte richtig gefeiert werden und das über 3 Tage (31. Juli – 02. August). Es forderte das vollste Engagement der Musiker, aber auch der gesamten Gemeinde Zimmern. Denn es wurde feucht-fröhlich, im eigens dazu aufgestellten 2000-Mann-Zelt, gefeiert. Begonnen wurde dieses Riesenspektakel mit einem Festbankett und anschließendem Unterhaltungsabend. Hierbei wurden die Gründungsmitglieder, sowie verdiente Mitglieder besonders geehrt und ausgezeichnet.
Am Sonntag begann das Fest mit einem feierlichen Gottesdienst. Nachmittags fand ein Konzert im Festzelt und außerdem ein Umzug mit 15 Kapellen statt. Der Montag schloss den Kreis mit einem Kinderfest mit Festzug und abends konnte noch einmal das Tanzbein geschwungen werden.

Die Arbeit geht weiter...


2 Jahre nach dem 30-jährigen Jubiläumsfest begann das Jahr mit einer Generalversammlung Dirigent Otto Daiker legte sein Amt nieder. Kassier Pius Bogenschütz stellte sich nicht mehr zur Wahl. Den 2 Ausscheidenden wurde die Ehre zu Teil, den Titel Ehrendirigent, sowie Ehrenmitglied zu tragen.
In der Person Kaspar Ruff aus Grosselfingen hatte man einen neuen Dirigenten gefunden, der nun die Musikkapelle anführen konnte. Erhard Bogenschütz zog sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Funktion des 1. Vorsitzenden zurück, gleichzeitig wurde ihm der Titel des Ehrenvorsitzenden zuteil. Seine Stelle übernahm Karl Bogenschütz. Außerdem wurden eine weitere Anzahl gebrauchter Instrumente gekauft: 1 Waldhorn, 1 Klarinette, 1 Tenorhorn und 1 große Marschtrommel.
Im Jahre 1960 hatte der Musikverein etliche Aufgaben zu tätigen, die kulturell zum Dorfleben beitrugen. In diesem Jahr beschloss man auch neue Uniformen anzusanzuschaffen, damit auch die Zöglinge eingekleidet werden konnten.

Die wilden 70er


Im Jahre 1962 pflegte man trotz des entstehenden Diskozeitalters das kulturell Blasmusikleben in der Gemeinde weiter. So wurden im gleichen Jahr Karl Bogenschütz, Eugen Fecker, Oskar Fecker, Johann Hölle, Josef Klingler und Stefan Schumacher zu Ehrenmitgliedern ernannt. In diesem Jahr gab es wieder unzählige Festivitäten und Ehrenpflichten zu spielen, die der MVZ, wie immer, gerne wahrnahm.
In den folgenden Jahren konnte man bei der Werbung neuer Gleichgesinnter schwarze Zahlen schreiben und so bestand der Musikverein Ende des Jahres ´67 nunmehr aus 20 aktiven Musikern.
Am 24 Dezember 1969 spielte der MVZ zum ersten Mal auch in Wessingen Weihnachtslieder, was immer noch zum jährlichen Terminkalender dazugehört.

Jugendförderung


Die Jugendförderung wurde von jeher beim Musikverein sehr groß geschrieben. So konnte man 1972 bei einer Werbeaktion 23 Zöglinge gewonnen werden. Ein Jahr später hatten sie ihren ersten Auftritt beim Gartenfest. 1974 durfte die Jugendkapelle ein Konzert des MVZ zusammen gestalten.
Im gleichen Jahr durfte der Musikverein sein 50jähriges Jubiläum feiern. Dies wurde natürlich wieder einmal gebührend gefeiert. Das Fest zog sich über 4 Tage hinweg und bot so manchen Leckerschmaus für die großen und kleinen Festbesucher.

Eines der letzten Highlights in diesem Jahr war wohl die musikalische Umrahmung anlässlich der Einweihungsfeier des Kindergartens in Wessingen.
Am 11. November 1978 beschloss man auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, dass man die Eintragung ins Vereinsregister beantragen wollte.

1980 - 1990


1982, also 4 Jahre später gab der MVZ ein Konzert in der Schulturnhalle in Bisingen. Hierbei ist besonders zu erwähnen, dass Karl Bogenschütz während dieses Events mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde.
Ebenfalls durfte die Musikkapelle in diesem Jahr die Einweihung der Hohenzollernhalle musikalisch umrahmen.

Am 24. November 1982 fand das erste Konzert unter dem langjährigen Dirigenten Mathias Schäfer in der Turn- und Festhalle in Wessingen statt. Mathias Schäfer ist eine Persönlichkeit, die sehr prägend für die Historie des Vereins war.
Von 1984-1989 verbrachte der Musikverein nicht tatenlos, sondern spielte auf unzähligen Jubiläen, Veranstaltungen der Gemeinde Bisingen und nahm bei mehreren Kritikspielen teil. Dies galt aber nicht nur für die aktiven Musiker, sondern ebenfalls für die Jugendlichen der Kapelle.
Die besonderen Höhepunkte in diesem Zeitraum waren wohl die Aufnahmen für den Süddeutschen Rundfunk, sowie der Ausflug nach Wolf an der Mosel. Hier durfte man nicht nur ein Platzkonzert auf dem dortigen Weinfest geben, sondern durfte sogar auf einem Passagierschiff zum Tanz spielen.
Beim Jahreskonzert, am 21. November 1992, war der erste offizielle Auftritt des Musikvereins Zimmern in der gegenwärtigen Uniform. Diese Neuanschaffung hatte man der Spendenbereitschaft der Zimmerner und Wessinger Bürgerschaft zu verdanken.

JuKa BoZi - die Perle des Vereins


Im Februar 1999 gründeten die Musikvereine aus Zimmern und Boll eine gemeinsame Jugendkapelle. Das Zepter übernahm der Dirigent des MVZ, Hermann Bächle. Zu seinem Verdienst gehört der Aufbau dieses Blasorchesters. 1999 erwarb der Musikverein außerdem noch ein Bürogebäude der Firma Gambro aus Hechingen. Mithilfe der Firma Götze konnte das Gebäude in Hechingen abgebaut werden. Die Bauteile durfte man in der Scheune von Max Bogenschütz einlagern. Beiden gilt der Dank des Musikvereins.
Die JuKa BoZi konnte noch im Jahre 1999, anlässlich des 110jährigen Jubiläums des MV Boll, ihren 1. öffentlichen Auftritt feiern.

75 Jahre Musikverein Zimmern


Vom 11. – 13. Juni 1999 feierte der Musikverein Zimmern das 75jährige Jubiläum verbunden mit dem Kirchspiel-Musikertreffen.
Am Freitagabend marschierte die Musikkapelle vom Bürgerhaus zum Ehrenmal auf dem Friedhof. Hier wurde allen gefallenen, vermissten und verstorbenen Mitgliedern gedacht. Im Anschluss daran ging es auf direktem Wege auf den Festplatz.
Denn im Festzelt fand nun ein Festbankett statt, bei dem zahlreiche verdiente Mitglieder geehrt wurden. Am Samstagabend spielte die „Oldie-Night-Band“ im Festzelt zum Tanz auf. Das Festzelt war an diesem Abend bis auf den letzten Platz besetzt. Das gleiche Bild bot sich den Festbesuchern am Sonntag und so wurde noch bis in den Abend hinein in dem 1000-Mann-Zelt gefeiert.

Anlässlich des 75jährigen Bestehens des MV Zimmern fand am 20.11.1999 ein Konzert in der Turn- und Festhalle statt. Dieses Konzert stand unter dem Motto „Musikkapelle Zimmern – von gestern bis heute“. Zum Auftakt durfte die neugegründete JuKa ran. Das Konzert wurde durch eine Ausstellung von Bildern, Urkunden und alten Uniformen unterstützt.

Unser Vereinsheim


Am 11.05. 2000 wurde mit dem Aushub zum Bau des Vereinsheims begonnen. Die Bauleitung hatte Tobias Pflumm inne. Zwei Monate später konnte man schon das Richtfest im Vereinsheim feiern. Mithilfe von „Bausteinen“ konnte ein Teil der Baukosten finanziert werden.

In diesem Jahr gab es beim MVZ noch einen Wechsel am Dirigentenstab. Der neue Mann an der Spitze der Kapelle war kein geringerer als MD Hans Schellinger.
Seinen ersten öffentlichen Auftritt mit dem Musikverein hatte Hans Schellinger am 25.11.2000 in Wessingen anlässlich des Jahreskonzerts. Das Konzert wurde wieder einmal von der JuKa BoZi eingeläutet. Ihr stand zum letzten Mal Hermann Bächle vor, der sich mit diesem Konzert von der Musikkapelle verabschiedet. Ein besonderes Dankeschön gilt ihm, da er die JuKa beim Heranwachsen begleitet und unterstützt hat.

Das Jahreskonzert 2000 stand auch dieses Mal unter einem besonderen Zeichen, denn es wurde als Benefizveranstaltung genutzt. Es durfte für den Bau des Vereinsheims gespendet werden. Der Baufortschritt wurde anhand von Bildern den Spendern vor Augen gehalten.

2000 – 2015


Mit dem Dirigenten MD Hans Schellinger (2000-2006) konnte der Musikverein Zimmern, wie auch seine Jugendkapelle Boll-Zimmern viele musikalische Erfolge bei verschiedenen Wertungsspielen feiern. Für die Jungmusiker waren die erlebnisreichsten und tollsten Wertungsspiele unter MD Hans Schellinger das Wertungsspiel am 20. Juni 2003 in Herbolzheim (mit „hervorragendem Erfolg“ teilgenommen) und am 08. Mai 2005 in Meckesheim (mit „sehr gutem Erfolg“ teilgenommen) in den jeweils höchsten Schwierigkeitsstufen. Aber auch abseits der Wertungsspielbühne konnte der MVZ sein musikalisches Können in der Öffentlichkeit präsentieren. Zu den Highlights zählte hierzu das Ständchen zum 60. Geburtstag von Herrn Heinrich Haasis (ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Bisingen und damaliger Präsident des Sparkassenverbands) am 21.04.2005 in Stuttgart.

Doch es gab nicht nur freudige Termine während dieser Zeit. So verstarb unser Ehrenmitglied Erich Hölle am 08.03.2006 nach über 46 Jahren Ehrenamt für den MVZ und Einsatz an der Posaune.

Am 26.11.2006 gab es einen Dirigentenwechsel. MD Hans Schellinger trat ab und übergab den Dirigentenstab an Joachim Wagner weiter. In der Wirkungszeit von Joachim Wagner (2006-2010) konnte ein Vororchester eingerichtet werden. So hatte der MV Zimmern 1924 e.V. drei Musikgruppen, diese waren das Vororchester, die JuKa BoZi und das Aktivenorchester. Am 18.05.2007 hatte der MVZ sich mit 47 Musikern am Wertungsspiel beim Deutschen Musikfest in Würzburg erfolgreich beteiligt. Das Wertungsspiel dort konnte mit „sehr gutem Erfolg“ in der Mittelstufe (mit den Stücken „City-Treff“ und „Gullivers Reisen“) abgeschlossen werden. Im Jahr 2008 stellte sich die JuKa BoZi den Wertungsrichtern in Ebhausen (Kreis Calw) und erhielt in der Kategorie 2 mit „hervorragendem Erfolg teilgenommen“. Die JuKa präsentierte sich im selben Jahr auch bei einem Platzkonzert im Europapark. Das Konzert 2008 war der letzte öffentliche Auftritt der JuKa BoZi. Anfang 2009 wurde die JuKa BoZi von den beiden beteiligten Musikvereinen Boll und Zimmern gemeinsam aufgelöst. Dem Musikverein Zimmern ist die Jugendarbeit weiterhin sehr wichtig und daher gibt es bis zum heutigen Tag eine eigene Jugendkapelle. Nach den Konzerten auf der Burg Hohenzollern am 17. Mai 2009 und dem Jahreskonzert 2009 endet das Dirigentenengagement von Herrn Joachim Wagner beim MVZ.

Im Jahr 2010 hat Michael Bach den MVZ als musikalischer Leiter übernommen. Das Aktivenorchester des MV Zimmern 1924 e.V. wurde seit diesem Jahr von Musikern aus Sickingen verstärkt.